Parlamentsdirektion hat nun selbst Initiative ergriffen und Notifizierung in Brüssel eingeleitet

Agrar & Handel

Schmuckenschlager zu Glyphosat-Verbot:

Parlamentsdirektion hat nun selbst Initiative ergriffen und Notifizierung in Brüssel eingeleitet

19. Mai. 2020 | St. Pölten

Die Parlamentsdirektion hat nun selbst die Initiative ergriffen und die Notifizierung hinsichtlich eines Totalverbots von Glyphosat bei der Europäischen Kommission eingeleitet. Die Aufregung der SPÖ rund um das Glyphosat-Verbot und die Abhaltung einer Pressekonferenz dazu sind daher absolut nicht nachvollziehbar, hätte doch die SPÖ schon lange selbst tätig werden können. Es war schließlich die SPÖ, die sich trotz mehrmaliger Aufforderung bisher geweigert hat, das Gesetz zur Genehmigung nach Brüssel schicken zu lassen. Dieser Doppelzüngigkeit der SPÖ wird jetzt ein Ende bereitet, sagte heute, Dienstag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Johannes Schmuckenschlager.

Schmuckenschlager umreißt die bisherige Entwicklung:

Nach dem Ende der Regierungszusammenarbeit 2019 herrschte im österreichischen Nationalrat das freie Spiel der Kräfte. Unter dieser Konstellation fand im Parlament im Juli 2019 ein Antrag für ein Totalverbot von Glyphosat eine Mehrheit. Obwohl Entscheidungen der Europäischen Kommission in ähnlichen Fällen und eine Machbarkeitsstudie von BOKU und AGES im Auftrag von Bund und Bundesländern klar darlegen, dass ein Totalverbot von Glyphosat europarechtswidrig ist. Das Totalverbot wurde allerdings erst nach Beschluss im Parlament an die EU-Kommission zur Notifizierung geschickt. Im Antwortschreiben hat die EU-Kommission diese Vorgehensweise der Notifikation kritisiert und ein Vertragsverletzungsverfahren in den Raum gestellt. Die damalige Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat daher dieses Gesetz nicht in Kraft treten lassen. Nach den Nationalratswahlen wurde ein neuerlicher Gesetzesantrag zum Totalverbot von Glyphosat von der SPÖ im Parlament eingebracht.

Klar ist: Es braucht vorab eine ordnungsgemäße Notifizierung bei der Europäischen Kommission. Und für diese Notifizierung bei der Europäischen Kommission sind diejenigen zuständig, die den Gesetzestext einbringen: In diesem konkreten Fall der Parlamentsklub der SPÖ. Für die Abwicklung ist dann die nationale Kontaktstelle im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zuständig.

„Aber warum hat die SPÖ das Totalverbot von Glyphosat nicht einfach notifizieren lassen?“, so Schmuckenschlager. Bereits Anfang März 2020 hat die Parlamentsdirektion das ausgefüllte Formular für die Notifizierung an den Parlamentsklub der SPÖ geschickt. Mitte Mai 2020 hat die Parlamentsdirektion den SPÖ-Parlamentsklub erneut schriftlich daran erinnert, dass er die Notifizierung einleiten soll. „Es ist unverständlich, warum sich die SPÖ - trotz mehrmaliger Aufforderung - bislang geweigert hat, dieses Gesetz zur Genehmigung nach Brüssel schicken zu lassen“, so der Abgeordnete. Die Parlamentsdirektion habe daher selbst die Initiative ergriffen und die Notifizierung in Brüssel eingeleitet, und „damit dieser parteipolitischen Farce der SPÖ ein Ende bereitet“, erklärt Schmuckenschlager.

Er wies abschließend zudem darauf hin, dass die „Machbarkeitsstudie von BOKU und AGES klar darlegt, dass ein Totalverbot von Glyphosat europarechtswidrig ist. Während im medizinischen Bereich auf die Wissenschaft vertraut wird, gilt dies offenbar bei der SPÖ nicht mehr, sobald eine Studie politisch nicht opportun ist.“

Bild von Erich Westendarp auf Pixabay 

Text: (APA-OTS) /ÖVP-Parlamentsklub, 19. Mai. 2020

weitere Artikel zum Thema Umwelt:

Grundlagendaten zur Bewältigung der aktuellen Biodiversitätskrise wichtig

Biodiversität

Natur & Umwelt Grundlagendaten zur Bewältigung der aktuellen Biodiversitätskrise wichtig

15. Dez. 2021 | Wien

Unter Wissenschaftler*innen ist die Tatsache unumstritten, dass wir uns bereits mitten in der 6. großen Aussterbewelle der Erdgeschichte befinden – der ersten vom Menschen verursachten.

Unsere Klimapolitik mit jungen Augen betrachtet

Österreich will bis 2040 klimaneutral sein

Natur & Umwelt Unsere Klimapolitik mit jungen Augen betrachtet

15. Aug. 2021 | Wien

RMA testen Machbarkeit von umweltfreundlichem Verhalten und hinterfragen gelernte System-Muster im Alltag.

Des Nachbars Kartoffel oder die vom Supermarkt?

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Gesellschaft & Kommunales Des Nachbars Kartoffel oder die vom Supermarkt?

15. Jul. 2021 | Mistelbach

Ob Naschzeile am Spielplatz, Mitfahrbankerl oder Workshops für Eltern und Kinder – Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist nicht nur ein Thema, das Bildungswerkleiterin Margit Weinmeyer vom Bildungs- und Heimatwerk Paasdorf am Herzen liegt, sondern auch gelebter Bestandteil vieler ihrer Bildungsinitiativen ist.

Frühere Artikel mit Monatswahl

Frühere Artikel mit Monatswahl

Allgemeine Nutzungsbedingungen / DSGVO

Diese Webseite verwendet Cookies. Bitte lese unsere Datenschutzrichtlinien durch. Um auf unsere Webseite zu gelangen, drücke bitte auf Akzeptieren!

Cookies die wir verwenden

Diese Webseite verwendet Cookies. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinien durch. Um auf unsere Webseite zu gelangen, drücken Sie bitte auf akzeptieren!

PHPSESSID
PHP für innere Verwendung. Session Identifizierung, ist aktiv bis zur Schließung des Browser.

gtc_lang
Die Programiersprache der Webseite. Das hat auf der Webseite immer HU Wert. Wird vom Administrations-System verwendet. Läuft nach einem Monat ab.

gtc_gdpr
Wird für die DSGVO Akzepierung verwendet, läuft nach 3 Monaten ab.

GTC_ENTITY_user
Für registrierte User. Wenn mann registriert ist, enthält es eine unique Identifikation, mit welcher der User automatisch bei der wieder-Öffnung des Browsers eingeloggt wird. Auf dieser Seite gibt es zur Zeit keine Registration.

Die Seite verwendet keine speziellen Cookies die die Daten des Users behandeln, sondern nur ausschließlich welche, die nicht auf die Daten der User zugreifen.

Falls wir in Zukunf Marketing-Cookies verwenden, finden sie die Liste der Cookies auf dieser Seite und können dann den entsprechenden Kasten zur Akzeptanz anklicken..